Der Edelmann von Kiew

Warum lässt er seinen Arm nicht los? Es ist das, was ich tue, um mich zu schützen, wenn ich falle. Der andere hatte ihn doch bereits losgelassen. Er hielt ihn jedoch weiter fest. Ich bin mir sicher, er wollte dem anderen eine Lektion erteilen: Junge, du liegst falsch, wenn du denkst, dass du Freistöße oder Elfer ziehen kannst, indem du meinen Arm packst und dich fallen lässt! Zack! So! Jetzt lasse ich dich mit dem Gesicht voran aufs Gras klatschen, damit du siehst wo deine Stürmerspielchen hinführen!

Ich gestehe, dass ich befangen bin und keinen Neutralitätsmantel habe, den die Journalisten tragen. Ich bin einer von denen, die sehr durch ihn gelitten haben. Nicht einmal. Viele Male.

Ich gestehe auch, dass ich diesem Pfundskerl Tribut zollen muss. Es hat etwas, das mich anzieht. Er ist wie Al Capone. Er hat viel Würde und gleichzeitig etwas Bösartiges. Ja! Aber wenn ich ihn mir genauer ansehe, denke ich, dass seine Gene aus dem Mittelalter gerettet wurden und seine Vorfahren schon echte Ritter waren, bevor sein Adelsgeschlecht Material für den Quijote wurden werden würde.

Ich gestehe, dass es meiner Meinung nach fast zu viel verlangt ist, etwas aufzugeben, das so viel Sicherheit gibt, wie dieser Typ, der pures Selbstvertrauen ausstrahlt. Wer wird nicht von dem angezogen, der am Abgrund steht und drüber lacht? Hinter diesem Gänserich versammeln alle Gänschen und wenn man ihnen zu nah kommt, lernt man den Spaß eines wahren Männchens daran kennen, seine Gruppe zu verteidigen.

Nein! Ich bin wahrlich nicht frei von diesem allzu menschlichen Fehler, so einen Mann zu mögen. Der Fehler ist, nicht verlieren zu wollen. Der Fehler, nicht zu wissen, wie man richtig verliert, weil wir es immer vermieden haben. Der Fehler, nicht zu wissen, wie man mit der Niederlage umgeht. Obwohl Verlieren doch die Regel ist. Dieser stille Schmerz, der dich umfasst. Diese Freude, die wir in Gedanken wie ein Festessen vorbereitet hatten: Im Moment des Sieges würden wir den ersten Bissen in den Mund schieben! Aber dann können wir es nicht genießen. Es schmeckt nicht mal  bitter. Es schmeckt einfach nur schimmelig.

Wir alle fallen auf diese Leute rein, die uns vor dem Absturz schützen. Es fühlt sich so sicher bei ihnen an. Er ist einer dieser Charaktere. In meinem Herzensteam gab und gibt es ähnliche Typen. Wir haben mit ihrer schmutzigen Art gewonnen. Egal, ob wir viel oder wenig gewinnen. Ich habe nie geschafft, zu vergessen, wie wir gewonnen haben. Ich kann an nichts anderes denken, wenn ich mich daran erinnere, wie wir den Pokal hochgerissen haben. Ich bitte andere nicht, wie ich zu sein. Aber erwartet auch nicht, dass ich wir ihr denke und es vergesse.

Jedes Mal, wenn er in der Aufstellung steht, kommt die böse Vorahnung. Ich denke, deshalb lieben ihn seine Kameraden so sehr. Er ist der Typ, vom dem alle denken: Ich hoffe, er spielt niemals gegen uns! Ich jedoch kann ihn nicht mehr sehen. Jedes Mal, wenn ich mich an ihn erinnere, kommt die Wut hoch. Ich erinnere mich an alles. Wie er auf den verletzten Fuß eines Gegners tritt, wenn der Ball bereits in der anderen Hälfte ist. Oder wie er einen Ellbogencheck vom Gegenspieler vortäuscht und wie er voller theatralischer Schmerzen über den dem Boden rollt. Dann erlebt er eine sehr christliche Auferstehung und fleht wie ein Bettler den Schiedsrichter an, er möge den Missetäter bestrafen. Und wenn ihm der Schiedsrichter keine Aufmerksamkeit schenkt, wird es den Gegner einen gewissen Prozentsatz an Konzentration kosten, sich nicht zu vergessen und ihm nicht den verdienten Schlag in die Schnauze zu geben. Er hätte ihn sich gerade mit seinem lächerlichen Stück verdient! Und wenn sein Opfer sich nicht zurückhalten kann- umso besser!

Wir haben diese Jungs auch in unserem Team. Es ist also nicht so, dass er sich durch diese Schmierigkeit von anderen abheben würde. Selten aber ist sie mit so viel Talent gesegnet. Er hatte einen viel weniger talentierten Kameraden, der mit seinen jähzornigen Abenteuern einen abscheulichen Ruf erlangte. Eine Ausgeburt an Bösartigkeit war er gerade zu, wenn er auf hingefallenen Spielern herumtrampelte! Dank dieses Kameraden blieb sein unglaubliches Talent für Hinterfotzigkeit unentdeckt und er sah immer wie der jüngere Bruder aus, den sein großer Bruder mit seiner Schlechtigkeit angesteckt hatte. Jetzt aber sieht man, dass der „Größere“ die Verkörperung des Bösen war, das sich auf dem Feld Bahn brach und er das bösere Genie war.

Es ist, was viele Leute einen „Siegertyp“ nennen. Die Leute sind ja nicht dumm. Dieser Charakter gewinnt. Er gewinnt, um zu gewinnen Es ist egal, wie er gewinnt. Gewinnen! Gewinnen! Sowas nennt man Berufskrankheit. Solche Leute entwickeln ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Typen wie diese beschneiden sich in einigen Aspekten des Lebens sehr und daher denken sie, sie hätten ein Anrecht auf bestimmte andere Dinge. Sie glauben auch, dass sie es nicht persönlicher Gier tun, sondern aus Notwendigkeit. Es ist eine Sucht. Wie die Händler und die Anleger an der Börse, die sich nicht von ihren Bildschirmen entfernen können. Diejenigen, die es nicht akzeptieren können, eine Million zu verlieren, nachdem sie zu anderen Zeiten zahllose Millionen gewonnen haben. Aus dieser Sucht nach Erfolg entwickelt sich kein gesunder Mensch. Aus dem Siegertypen wird ein Zyniker. Es zeigt sich dann, wenn er sagt, dass sein Rivale hätte weiterspielen können. Obwohl seine Schulter schmerzte. Obwohl sie kaputt war. Er sagt, er hätte sich mit Tabletten betäuben können. Purer Zynismus. Denn es besteht kein Zweifel daran, dass sie im nächsten Luftduell an der gleichen Stelle einen ordentlichen Stoß verpasst hätten. Wenn der Rivale vor lauter Schmerz unter Tränen vom Feld geht, kommt das Lächeln in seinem Rücken. Schwächling. Niemand, der bei Trost ist, würde behaupten, dass dies die Absicht war, als sie gemeinsam fielen. Aber dennoch selbst schuld, wenn er sich fest hält. Und jetzt weint er.  Das war vor der Pause.Die Szene nach der Pause erzählt alles. Es gibt keine Notwendigkeit. Es ist kein Zufall. Es ist Absicht. Es ist eine vorsätzliche Handlung. Die Erfahrung so vieler Jahre, wenn  er genau weiß, wie er es macht, ohne dass ein Schiedsrichter es sieht. Es passiert im Handumdrehen. Heben Sie Ihren Ellbogen an, lassen sie ihn am Kopf einschlagen und wenn der Betrachter  denkt, er hätte da was gesehen, ist der Ellbogen schon wieder da, wo er hingehört. Und der Torhüter, der sich auf den Boden wirft, sieht wie ein schlechter Provokateur aus. Das ist pure Hinterfotzigkeit. Der Torhüter, der sich vor der ganzen Welt blamierte, ging nun zu den Ärzten, weil er sich nicht gut fühlte und irgendwas nicht stimmte. In einer zynischen Weltvorstellung macht er das nur, um sein Gesicht zu wahren. Dies würde alle Schandflecke auf seinem grünen Hemd beseitigen. Obwohl es den Schaden durch von all dem Spott in den Medien nicht ungeschehen machen würde. Nehmen wir an, es sei so und der Ellenbogenschlag war nicht an den Fehlern schuld. Es würde rein gar nichts ändern. Die Absicht ändert sich nicht. Die Fakten ändern sich nicht. Es zählt die absolute Abwesenheit von irgendeinem Grund, seinen Ellbogen in das Gesicht von ihm zu rammen. Es ist diese Haltung von Merkt-schon-keiner, die wir jeden Tag um uns herum sehen. Und dann spielen sie die Wohltätigen und spenden für diejenigen, die in der Welt leiden.

Unser spanischer Gentleman hat diese Heuchelei überwunden und ist schon in der nächsten Stufe angelangt. Viele werden ihn dafür noch ein bisschen mehr lieben. Er lacht schon über seine Opfer. Er leugnet erst gar nicht die Tatsache, ihm seinen Ellbogen ins Gesicht gerammt zu haben. Er lacht darüber, dass der andere zu den Ärzten gegangen ist. Er ist bereits komplett in dieser Welt versackt. Diese Welt, in der das alles eine Show ist. Wir alle wissen es und wir spielen unsere Rolle bis zum Schluss. Leugnen reicht ja auch und so kommt man ungestraft davon.

Und hier beginnt seine Unschuld. Er hat schon immer so gespielt. Man erlaubt es und man bestraft ihn nicht. Im Gegenteil. Sie lobten ihn. Sie setzten ihm einen Lorbeerkranz auf den Kopf. Innerhalb des Zirkels. Draußen spielt man sauberer Sport. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Deshalb glaubt er, dass jeder es tut und Beleidigungen ihn treffen, weil er jetzt der Sündenbock ist. Aber auch nur, weil es Kameras gibt, die ihn sehen.

Tief im Inneren spürt er keine Schuld. Denn so ist das Spiel und er weiß, wie man es gut spielt.

Vielleicht liegt er aber doch falsch. Hoffentlich werden wir es nicht vergessen und wir lassen dieses Verhalten nicht länger zu. Nun … Wenn das nächste Mal unser Stürmer zu leicht das Gleichgewicht verliert, werden wir einen Stich im Herzen spüren, wenn der Elfer verwandelt wird. Und wenn wir den Pokal hochreißen und schreien „We are the Champions!“ ,dann lacht uns der Edelmann von Kiew aus: Ich wusste es!

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El hidalgo de Kiew

¿Porqué no le suelta el brazo? Es lo que hago yo cuando caigo, pienso. Para protegerme a mi. El otro ya lo había suelto. Él seguía agarrando. Estoy seguro que él le quisiera marcar el terreno: Chico, te equivocas si crees que puedes provocar faltas directas o penales agarrandome del brazo y dejarte caer! ¡Zasca! Así te dejo rebotar contra el cesped si me vienes con estas marronadas de delanterito!”

Confieso que soy partidario y no puedo ponerme un abrigo de neutralidad que llevan los periodistas. Soy de los que hemos sufrido muchísmo por él. En varias ocasiones.

Confieso tambien que tengo que rendirle homenaje a este hombraco. Tiene algo que me atrae. Es como Al Capone. Tiene mucha dignidad y al mismo tiempo mucha maldad. ¡Sí! Es malevo. Cuando lo miro pienso que sus genes se salvaron desde la edad medía y sus ancestros eran hidalgos antes de que su familia se convertiría en material para novelas comicotragicas.

Confieso que creo que requiere mucho el renunciar a algo que parece tan gustosamente asegurador como un tipo que irradia confianza pura.  ¿A quien no atrae uno que siempre se rie de los abismos? Por detras de este ganso macho se reunen todos los gansitos y si te acercas conocerás las ganas de un macho a defender su grupito.

¡No! No soy libre de este error tan humano. El error de no querer perder. El error de no saber perder porque siempre lo evitabamos. El error de no saber manejar la derrota. Aunque perder sea lo normal. Este dolor mudo que te encierra. Estas alegrías que te preparabas como un buen mate y que te imaginabas a saborear en el momento de ganar. Pero no puedes disfrutar. No sabe a bien amargo. Sabe a mohoso.

Caemos todos por estas personas que nos protegen de caer. Se siente uno tan seguro con ellos.  Él es uno de estos personajes.  En mis más queridos equipo había y hay tipos similares. Ganamos mucho o poco. Pero ganamos con sus modos. Sus modos sucios. Nunca he logrado olvidarlo. No puedo no pensar en ello cuando recuerdo como levantamos la copa. No pido a los otros que lo hagan como yo. Pero no esperen, tampoco, que lo haga como ellos y que lo olvide.

Cada vez que se alinea es un dolor anticipado. Supongo que será por eso que sus compañeros lo quieren tanto. Es el tipo del cual todos piensan: Ojala nunca cambie de equipo! Yo al contrario no puedo verlo más. Cada vez que le recuerdo es un dolor. Le recuerdo todo. Como pisa el pie ya lesionado de un rival cuando la pelota ya está en la otra banda. Como finge un codazo del rival y como da vueltas sobre el suelo lleno de dolor teatral. Como vive una resurrección bien cristiana y suplica como un gitano granadino al arbitro que castigue al matrador. Y si no tiene exito con el arbitro le costará al rival un cierto porcentaje de concentración no lanzarse y no darle el puñetazo merecido que se acaba de currar con su obra maestra bien ridícula. Y si no se puede contener su rival – aún mejor.

No es que destaque por estas suciedades. Los encontramos a estos tipos en nuestro equipo, también. Pero rara vez se combina con tanta habilidad y talento. Él tenía a un camarada mucho menos talentoso que se ganó una fama maloliente con sus aventuras cuando se le iba la olla. Y ¡como se iba la olla! Gracias a aquel compañero no se detectaba su talento de mala leche y siempre parecía el hermano al que había contagiado su hermano mayor con su maldad. Ahora se ve que el “mayor” fue la incorporación del mál que daba a riendas sueltas en el campo y él fue el genio malvado.

Es lo que mucha gente llama un “carácter ganador”. La gente no es tonta. Es que este carácter gana. Gana por ganar. No importa el “cómo ganamos”. Es el ¡ganamos! ¡Sí o sí! Este caracter es una deformación profesional. Desarrollan un campo visual limitado. Gente como ellos se cortan mucho en unos aspectos de la vida y de ahí creen que se merecen tener más de otras cosas. Creen además que no lo hacen por satisfacción, sino por necesidad. Es una adicción. Como los operadores en la bolsa y los inversores que no se pueden apartar de sus pantallas. Los que no pueden aceptar perder un millón despues de haber ganado un sinfin de millones en otros momentos.

De esta adicción al exito no nace una persona sana. Del caracter ganador nace el cinismo. Se nota cuando él dice que su rival podría haber podido seguir jugando. Aunque le doliera el hombro. Aunque estuviera roto.  Decir que se podría haber drogado con pastillas. Es cinismo. Porque no cabe duda que le regalarían un choquecito  fuerte al mismo punto en el cuerpo en el proximo duelo aereo. Así se entiende de donde viene esta sonrisa cuando el rival se va llorando bajo el dolor del campo. Nadie que esta bien en su mente diría que esto fue la intención cuando aterrizaron despues de haberse agarrado. Pero igual no le fue bien agarrarse. Y ahora llora. Esto fue antes del descanso.

La escena después del descanso es la que cuenta todo. No hay necesidad. No es casualidad. Es intención. Es una acción premeditada. La esperiencía de tantos años cuando él sabe exactamente como hacerlo sin que ningún arbitro lo vea. Ocurre en un abrir y cerrar de ojos. Sube el codo, impacta y cuando crees que hayas visto algo, el codo ya está donde tiene que estar.  Y el portero que se tira por el suelo parece un provocador. Esto es mala leche.

El portero que se equivocó tanto ante los ojos de todo el mundo ha ido a ver medicos para que le medieran el impacto. En un mundo cínico es posible que lo haga para salvar su cara. Esto le borraría todas las manchas de su camiseta verde. Aunque no le borraría la moral tocada por tantos comentarios insensibles. Digamos que sea así y el impacto del codo no fuera nada. No cambiaría nada en absoluto. La intención no cambia. Los hechos no cambian. Cuenta la ausencia absoluta de necesidad. Es aquel a-ver-si-cuela que estamos viendo día a día alrededor de nostotros todo el tiempo. Y después juegan a los inocentes y rezan en la iglesia para los que sufren en el mundo.

Nuestro hidalgo español ha superado este nivel de hipocresia y lo amarán muchos por ello un poco más. El ya se rie de sus victimas. Ni niega el hecho de haberle dado un codazo. Se rie del hecho de que se haya ido a los medicos. Él ya está inmerso por completo en esta pelicula. La pelicula que se monta de que esto es un show. Lo sabemos todos y lo defendemos a muerte. Basta con negarlo todo y asi se sale de rositas.

Y es ahí donde empieza su inocencía. El ha jugado así desde siempre. Se lo permitían y no lo castigaron. Al revez. Lo elogíaban. Le dan laureles. Dentro del circulo. Fuera del circulo de juega al deporte limpio. Lo que vives es tu realidad. Así el cree que lo hacen todos y sobre él recaen los insultos porque es el mal del turno ya que hay más camaras que lo escanean. Pero en el fondo no tiene culpa. Esto es el juego y el sabe jugarlo bien.

A lo mejor se equivoca. Ojala nosotros no lo olvidemos y ya no permitimos a estos modos….Bueno… La proxima vez, cuando nuestro extremo pierde el equilibrio demasiado facil, sentiremos un picadura en el corazón cuando entre el penal. Y cuando levantamos la copa y gritamos ¡Somos campeónes!

Él se nos rie a la cara con su mala leche: Yo lo sabía, criticonas!

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¿Qué es Fußball – ABC?

Fußball ABC es una rareza! Un método de idiomas único en el mundo: Es el primer curso de autoaprendizaje de alemán que gira entorno al fútbol y el llegar a Alemania y enamorarse de una alemana. Rubia, por supuesto y tambien muy futbolera.

Todo esto hace el fútbol. Por algo es el deporte rey, ¿o no?

196 paginas, en color, 15 unidades con explicaciones faciles y al final de cada unidad ejercicios. 

Este libro sirve tanto para empezar desde zero a estudiar alemán como para profundizar tu alemán con vocabulario de fútbol.

Para que te hagas una idea: Abajo a la izquierda ves otra vez la portada y a la derecha puedes echar un vistazo al diseño en el libro mismo. Pero no demasiado para que te quede algo de sorpresa!!!!

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on the fallacies about men and women in porn

Someone one the internet wrote:

Behind my stare is a pornography and media machine that communicates in nearly every single message that women are endlessly inadequate, weak objects and that men are dominant, in control, and powerful.

And I have to answer: 

Yes and no!

Whenever I switch on the telly to watch my favourite programs I see stupid men and intelligent and educated women in control. It does not matter if I watch the Simpson´s or if I watch House of Cards. Women are the reasonable ones and men are the stupid ones. They are controlled by their wives. Women are dominant on the TV screen. Or can you name any program where women are the idiots and the men reasonable nice guys?

Sure, if you watch trash-TV, sou see dumb girls objectified by their objectified dumb nuts riding together his pimped cars. Or you see a rich guy who buys himself a beautiful young woman, who says yes because this old bloke has tons of money. Do I lie, Melania? So. Look in the eyes of the truth. Men are objects in this world, too.

Anyways,  I think we can agree here. Media with its stereotypes is a pile of poo…

Coming to porn, well…this is so flat what you write. So one-sided that it hurts. Have you ever scrolled through a porn website? No? I admit I have done it! Of course just to cross-check my theories!

So I´ll explain it to you! Porn-Industry does not say that women are weak and endlessly inadequate! Porn industry says: Woman are desirable and available.And It does not matter if she is caucasian, asian, latin, afro-amercian or an eskimo. It does not even matter if she hass mall boobs or big boobs. You can choose between too thin and too fat. Or normal. It may sound cinically, but in these terms porn is absolutely anti-racist.

And looking into porn itself: The whole woman counts. Nothing of the man is important but his dick. The man is reduced to his dick. Meanwhile the viewer (wanker) is actually filled up with the idea he will have sex with a woman far from his status, because this girl is too beautiful for him he thinks. And he may think his penis is not big enough. And OH! He is not as muscular as this sunburned cowboy.

So, well. You are right! Women in porn are objectified! Objectified as goddesses! I want to make it clear to you: The women are goddesses to their wanking slaves.

You know what porn actually is? It is a religious mass to the women by their fellow wankers, these sad characters who sit like a pubertary Kevin home alone where no burglar would enter! Men are enslaved to sexual phantasies which are absolutely unreal.

And this has real-world effects!

And you know what is really bad? That you don´t know if „the actress“ has done that willingly, whether the coercion of her pimp or her poverty* has made her taking part in the porn. Once again: The ones who suffer are women and men.  Very differently.

 

*and if you happen to think that this US-porn is ok, check the poverty rate there…

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Das Trumpmonster, der Heilige Obama und ein Blocker namens Fefe

Ich dachte ich müsste nicht extra erwähnen, dass ich (aus der Ferne) Trump für einen Unsympathen halte und wenn ich das Glück hätte, zu wählen, ich wohl lieber mit Obama (so wie ich ihn aus den Medien kenne), ein Bier trinken würde. Wenn mich denn einer von den beiden einladen würde…

Hätte ich es mal gesagt, dann wäre ich wahrscheinlich nicht auf Fefes Blacklist! Unverständlich? Dann von Anfang an:

Neulich klickte ich mich mal wieder durchs Internet, landete bei meinem Lieblingsblogger Fefe und sah, dass er Naomi Klein zitierte. Wenn etwas von Naomi Klein kommt, dann lese ich das sofort! Die paar Zeilen waren deutlich und ich dachte dann: Tja, da haben dann also die USA schon damals bei der Erarbeitung des Klimaabkommens also alles so gestaltet, dass sie auch wieder einfach so aus dem Klimaabkommen aussteigen konnten.

Ich kehrte nun wieder zu meiner Arbeit zurück und einen Tag später sah ich, dass er erst einen, dann zwei und dann einen dritten Link zu Trumps aktuellem Klimaabkommensaustritt postete und dann auch noch die Rede Macrons auf Englisch präsentierte. Ich sah die Rede Macrons.

Hier stockte ich. Ich ging auf die Webseite von Fefe zurück. Ich scrollte runter. Ich las den Naomi Klein-Eintrag noch einmal. Ich ging auf den Link und las den Artikel und bei der Hälfte fiel mir auf, dass ich bisher den Namen Obama überhaupt nicht gelesen hatte. „Wait, what???“ würde Fefe da schreiben. Also suchte ich Obama in der Suchfunktion. Resultat: 0.

Warum sollte ich überhaupt Obama suchen? Ganz einfach: Die Obamaadministration ging in das Klimaabkommen und die Trumpadministration geht wieder raus. Die Obamaadministration verhandelt all das, was  die  Trumpadministration später nutzt. Wie sagte Naomi Klein?

„The fact that it is an “agreement” or an “accord” and not a treaty — the very thing that makes it possible for Trump to stage his action-movie slow-mo walk away, world in flames behind him — was lobbied for and won by the United States.“

Und genau die letzten beiden Worte ließen mich seltsam fühlen. Klein wiederholt nämlich im Stakkato: was lobbied for and won by the United States. Irgendein nicht näher genannter Aktant, außer den Vereinigten Staaten, haben dieses Abkommen so beeinflusst, dass der neue Präsident einfach so rausgehen konnte. Warum aber wird ein Präsident beim Namen genannt, der andere aber nicht?

Und dann dachte ich daran, dass Fefe sich letztens auch über Obama beim Evangelischen Kirchentag geäußert hatte und, dass er im selben Zeitraum den Dokumentarfilm National Bird über die Drohnenmorde und negativen Konsequenzen für Whisteblower unter der US-Regierung empfohlen hatte. Irgendwas machte mich dann noch stutziger. Denn eigentlich hatte ich Fefe als den Blogger kennengelernt, der am ehesten über Drohnen, Wahlfälschungen, Meinungsbeeinflussung und ähnliches in den USA schreibt. Völlig unabhängig davon, ob das unter Obama passiert oder unter anderen Präsidenten. Aber plötzlich sehe ich, dass Trump immer die Meldung bestimmt, wo Obama vorher aber nicht erwähnt wird.  Unter Obama waren Drohnenmorde, das Dauerbombardement des Jemens und die Ausweisung von Einwanderern aus den USA kein Thema. Seit Trumps Antritt sie es.

Warum kommt es plötzlich zum Benennen eines bestimmten Übeltäters, während vorher der Mann in derselben Rolle eher nicht erwähnt wird? Das motivierte mich dann zu einer Nachricht an Fefe.

Eigentlich wollte ich nur wissen, ob er diesen meinen Eindruck teilt, dass, um es mal extrem zu formulieren, bei allem Schlechten unter Obama der Präsidenten namentlich nicht erwähnt wird und Trump bei egal was benannt wird.

Wenn es bis jetzt noch nicht klar geworden ist: Das Muster, welches ich da gesehen habe ist: TRUMP tritt aus dem Klimaabkommen  aus. Nicht die USA. Die USA haben es nur verhandelt. Unterschrieben hätte dann OBAMA, wird aber nicht erwähnt. Der Unterschied: TRUMP erscheint als Alleinherrscher, während OBAMA nur ein ganz normales demokratisches Staatsoberhaupt zu sein scheint, das das Opfer einer bestimmten amerikanischen Lobby ist. Die Wahrnehmung Obamas als Präsident mit gutem Willen ist mir persönlich sogar viel sympathischer und ich möchte sie auch glauben. Nur wird Obama so zur gefügig  gemachten Puppe amerikanischer Lobby und Trump zum ABSOLUT selbständigen Akteur. Dabei haben sie beide die gleiche Lobby und die gleichen Strukturen hinter, über unter und vor sich und sie wussten das, als sie ins Amt gekommen sind.  Und ich sehe eben auch, dass die Politik sich nicht gravierend ändert und auch ein Trump ein Oberstes Gericht hat und ein Parlament, dass sich ihm widersetzen kann. Die populistischen Anti-sieben-irrational-ausgewählte-Moslemstaaten Einreisebestimmungen sind heute ebenso nichtig, wie die Russland-Sanktionen immer noch voll da. Eigentlich hat sich nichts geändert, aber in den Medien ist der Teufel los.

(Noch einmal als verdeutlichendes Beispiel, in dem mir diese Struktur aufgefallen ist: Trump wollte die die Wall zu Mexiko von Clinton, Bush und Obama gebauten 700 Meilen auf symbolische 1000 Meilen erweitern. Die 700 real existierenden Kilometer wurden in den Medien praktisch nicht erwähnt. Warum hat niemand Clinton, Bush und Obama dafür attackiert, dass sie die 700 km nicht abgerissen haben?)

Was habe ich also getan, um von Fefe blockiert zu werden?

Prägnant polemisch sprach ich in der Mail an Fefe vom Heiligen Obama und dem Trumpmonster. Der eine habe das Abkommen ausgehandelt, der andere trete eben aus. Gleichzeitg wollte ich nicht, dass Fefe sich auf „Medienkompetenzübung“ rausreden kann, sondern Farbe bekennt: Also schrieb ich darunter: Medienkompetenzübung?-*Gähn*-Bias.

Aber ich hatte eben nicht erwähnt, dass ich Trump unsympathisch finde. Die Reaktion von Fefe hatte es in sich. Ich weiß, dass meine Ausgangsmail leicht falsch verstanden werden konnte. Trotzdem muss ich meiner Überraschung Ausdruck verleihen, dass ein (von mir gern gelesener/gehörter) Polemiker wie Fefe so auf eine Zuspitzung meinerseits reagiert. Ich würde mir wünschen, dass Fefe das hier liest und mir inhaltlich antwortet. Denn angesichts dessen, dass er den Klimazweiflern später ins Stammbuch schrieb, dass Trump seinen Golfplatz mit einem Schutzwall gegen steigendes Wasser ausstatten lässt, gehe ich davon aus, dass er mich für einen Trumpfreund gehalten hat.

Seine Mail war ähnlich zugespitzt wie die meinige, aber es hatte was von „Machdochrüberwennsdirhiernichtpasst“. Ich werde das Ganze jetzt nicht näher ausführen, auch wenn die ganze emotionale Dimension der Antwort erst in der schließenden Allegorie Fefes zum Ausdruck kam. Aus Privatsphäregründen jedoch veröffentliche ich hier wie gesagt nix. Meine Antwort auf seine emotionale Email sollte eine brave und in der Sache weniger polemische als die Ursprüngliche sein und in etwa diesen Text hier beinhalten, den man hier lesen kann. Aber ich war auf der schwarzen Liste gelandet. Meine Mail wurde blockiert. Schade.

 

PS: Meine Verschwörungstheorie ist ja eigentlich die: Die US-amerikanische Politik hatte NIE die Absicht, das Klimaabkommen durchzuführen. Man hat Obama einen PR-Erfolg feiern lassen in der Gewissheit, dass man das nicht verpflichtende Abkommen nicht einhalten würde. Vermutlich hätte es auch Clinton nicht eingehalten. Die Zusammenhänge erklärt Naomi Klein selbst in ihrem neuesten Buch  „Die Entscheidung:  Kapitalismus vs. Klima.

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…und dann kamen Höcke nach Dresden und Trump nach Washington

Seit einer Woche bin ich verloren. Nichts stimmt mehr. Ich habe das Gefühl, ich habe eine Grenze überschritten oder eine Weiterentwicklung verpasst.

Ich verstehe nicht mehr, was ich lese. Ich verstehe nicht mehr, was die Leute sagen. Ich verstehe nichts mehr. Noch vor wenigen Monaten hatte ich das Gefühl, dass ich in der weiten Welt des Internets an bestimmten Orten mit meiner Meinung zu Hause war.

Dann kamen Höcke und Inauguration. Seitdem bin ich irgendwie soweit, dass ich das Internet abschalten möchte, um mich in die Berge zurückzuziehen. Himalaya, Kilimandscharo, Patagonien. Hauptsache weit weg.

Was ist passiert?

Ich habe mir die Reden von Höcke und Trump angehört.

Theoretisch habe ich alles richtig gemacht: Ich  bin selbst an die Quelle gegangen und habe mir ein eigenes Bild verschafft. Das Bild der Reden ist übereinstimmend: Es ist eine Darstellung der jeweiligen Wirklichkeit, wie man sie nicht nur im Internet oft dargestellt finden kann: Korrupte Politiker, die fern von den Bedürfnissen der breiten Bevölkerung auf ihren eigenen Vorteil und auf ihr politisches Überleben fixiert sind. Zerstörte Infrastruktur, die durch die Politik der letzten Jahrzehnte verfallen ist. Verlustig gegangene Arbeitsplätze, die man wieder neu entstehen lassen muss.

98-99% der Reden sind in ihren Analysen nicht angreifbar. Der nationalistische  Unterton ist jeweils der Teil der Rede, der mich Abstand nehmen lässt. Das ist nicht mein Ton. Darauf möchte ich später noch mal zu sprechen kommen.

Zuerst möchte ich fragen, was mit den inhaltlichen Kritikpunkten ist?

Warum also kann ich diese Kritikpunkte nachvollziehen und lese davon in den Medien nichts? Warum lese ich nicht auf den Titelseiten, dass Trump die katastrophale Infrastruktur und viele andere Themen in seiner Inauguration Speech angesprochen hat, deren Problematik sogar schon im sogenannten Mainstream angesprochen worden ist? Warum spricht man von einer Zukunft, die noch gar nicht da ist und spekuliert einfach wild? Warum tut man so, als ob Trumps Administration die alternative Wahrheit erfunden hätte? Wenn doch Tilo Jung wöchentlich alternative Wahrheiten von der Bühne der Bundespressekonferenz ins Netz bringt. Wenn die alternative Wahrheit einfach nur ein anderes Wort für Propaganda ist? Natürlich ist es eine neue Stufe von Unverfrorenheit. Aber was für einen Unterschied macht es noch? Das Ergebnis ist doch das Gleiche. Man  kann nur noch spekulieren.

Nach diesen Spekulationen kommen die küchenpsychologischen Analysen über den Geisteszustand Trumps. Bewundernswert. Gab es diese Analysen auch bezüglich Obamas Geisteszustand? Vermutlich geschehen diese psychologischen Analysen, weil man ja diesen Hitlervergleich zieht. Ich finde ich auch das interessant. Man vergisst oft, dass Hitler kein Einzelkämpfer gewesen war. Sondern ein Mann hinter dem gewichtige  Interessen standen. Und damit meine ich nicht die Illuminaten, sondern Großindustrielle und Banker aus dem In- und Ausland. Genauso stehen ähnlich mächtige Leute hinter Trump. Wie auch hinter Obama. Alle sind sie aus dem System hervorgegangen.

Warum lese ich etwas von Aggressivität? Meint man damit die Begriffe „Tat-Elite“ und „give the power back to the people“? Der Begriff „Tat-Elite“ kommt in der Höcke Rede nicht vor, wenn man danach im Transkript sucht. Besteht irgendein Zweifel, dass die Entscheidungen nicht für den kleinen Mann getroffen werden? Wem scheint es angesichts sich immer verschlechternder Zustände nicht korrekt, dass sich deutlich was ändern muss? Und wie anders als durch Tat soll es geschehen? Und wer keine Tat will, der muss dafür sorgen, dass sich wenigstens IRGENDetwas ändert. Möglichst zum Guten. Man kann nicht erwarten, dass man von der Schließung von Guantanamo spricht, es dann nicht tut und die Leute keine Konsequenzen daraus ziehen. Trump hat nicht dafür gesorgt, dass ich Obama nicht mehr toll finde. Drohnen, Snowden etc.

Was mich aber am meisten beschäftigt ist die Frage, warum wir Gebildeteren nichts lernen. Die Dämonisierung der Höckes und Trumps ändert nichts an den Gründen, warum sie gewählt werden. Denn die Inhalte ihrer Reden sind vermutlich sehr vielen zugänglich. Die Leute wählen Trump und Höcke nicht, weil sie Rassisten wären. Sie wählen sie, weil sie ihre eigene Wahrnehmung in den Worten dieser Politiker widergespiegelt sehen. Wenn wir jetzt diese Politiker kritisieren… dann kritisieren wir in den Augen dieser Leute das Aussprechen dieser Wahrnehmungen. Diese sind doch nur das Resultat der zur Verfügung gestellten Alternativlosigkeit der herrschenden Klasse. Und wenn wir Trump dafür kritisieren, dass er lieber keine Homoehe will, dann sprechen wir nun einmal ein Minderheitenthema an. Aber wir erwähnen nicht den Straßenbau, der einfach viel mehr Leute direkt betrifft, weil sie morgen durch eine Brücke durchbrechen könnten. Auch Schwule, Lesben und Geschlechtlich nicht Definierte. Auch Ich verstehe an dieser Stelle nicht, wie die Leute übersehen können, dass es die Mehrheit der Amerikaner eben nicht interessiert, dass da in Washington am Fernseher für Frauenrechte demonstriert wird. Denn im selben Moment steht da eine alleinerziehende schwarze Frau hinter dem Tresen und verdient zuwenig Geld, um sich Betreuung für ihre Kinder und eine gute zukunftssichernde Erziehung für sie leisten zu können.

Ich denke, dass man sich doch eigentlich diesen Widersprüchen stellen müsste, um bei den Leuten dafür zu sorgen, dass sie diese Probleme nicht mehr haben. Lösungen finden. Und nicht diejenigen, die die Probleme ansprechen, dafür zu kritisieren, dass sie ein ganz anderes Thema unserer Meinung nach falsch angehen.

Und hier komme ich zum Nationalistischen. Ich denke, dass es auf den ersten Blick realistischer ist, soziale und wirtschaftliche Probleme auf nationaler als auf internationaler Ebene zu lösen. Vor allem, wenn eben diese globalisierte Wirklichkeit die Leute dorthin gebracht hat, wo sie für Höckes und Trump stimmen. Wer also die national(istisch)e Lösung kritisiert, der muss den Wählern einen glaubwürdigeren Vorschlag bringen. Und solange Leute wie Bernie Sanders oder Andrej Holm mit ihren Ansätzen für eine gerechtere Welt von Ämtern (und Arbeit) ferngehalten werden und die herrschende Klasse nicht fähig ist, solche Leute und ihre Vorschläge in die Politik einer globalisierten Welt zu integrieren, muss sie sich für die Folgen dieser Unfähigkeit kritisieren lassen.

Sie selbst muss dafür sorgen, dass die Folgen nicht mehr der Anlass dazu sein können, eine inhumane Wahlentscheidung zu treffen.

Erkennen noch andere diesen Widerspruch? Immerhin wählen dieselben Leute, die Trump kritisieren, auch Seehofer, Merkel, Gabriel und Kretzschmann. Ich wünsche mir, dass mehr über die Sanders und Holms gesprochen wird und ich wünsche mir, dass mehr Alternativen und gegenwartsnahe Utopien besprochen werden. Damit wir keine alternativen Wahrheiten mehr brauchen, sondern wahre Alternativen haben.

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Montags in Dresden

Wir lesen soviel darüber, dass da Menschen montags in Dresden auf der Straße rumlaufen, um ihren Ängsten Ausdruck zu verschaffen.

Die einen haben Angst vor X, und die anderen haben Angst vor denen, die da Angst haben. Ich sehe mir das an und frage mich: Warum?

Und dann denke ich. Eigentlich klar, denn die ersten denken an den 11.9.2001 und die anderen denken an den 9.11.1938. Deswegen gehen beide auf die Straße.

Aber woher kommt das? Warum macht sich ein Mensch Gedanken darüber, was in New York vor 13 Jahren passierte? Nun, ich glaube, dass sich die Menschen gar nicht so viel Gedanken drüber machen würden, wenn nicht dauernd drüber geredet würde.
Ich kann im Fernsehen und in der Zeitung ständig davon lesen, dass es in der Welt viele Gefahren gibt. Manche sind spannend und unterhaltsam, wie z.B. giftige Spinnen in Australien. Andere Dinge sind weniger spannend. So was wie Bombenanschläge im Irak. Warum ist das eine ein schauerlicher Spass und das andere nicht? Beides ist tödlich.

Aber in der Zeitung steht: Es kommt zu uns. Wer? Was?
Die Spinnen bleiben in Australien.
Aber die Islamisten kommen nach Europa.
Das steht in allen Zeitungen.
Sieht man sich die Liste auf Wikipedia an, dann sieht man: Es passiert in Deutschland nichts. Was auch immer ensteht, kann alles durch die deutschen Polizeibehörden abgewehrt werden. Und wenn was passiert, und ein Deutscher ist beteiligt, dann geschieht das im Ausland.

Es ist ja auch die Rede von deutschen Islamisten, die sich selbst als Bomben benutzen. Aber, zum Glück, tun sie das alle im Irak oder in Syrien. Hier in Deutschland passiert nichts. Denn die Überwachung funktioniert ja. Hier besteht keine reelle Gefahr, die nicht abgewehrt werden könnte.

Und trotzdem schreiben und sprechen alle Medien von der Gefahr der Islamisten. Dauernd.
Und irgendwann musste es auch beim Letzten angekommen sein. Das ist es jetzt auch. Und jetzt laufen die, die glauben, dass eine wirklich Gefahr für die Bevölkerung bestünde, da in Dresden herum. Und die anderen glauben, dass die anderen eine Gefahr sind, weil sie Angst haben.

Man greift das Gedankengut der Ängstlichen an. Damit überzeugt man sie noch mehr. Gruppendynamik. Aber niemand verbindet das anhaltende Sprechen von islamistischer Gefahr und diese Demonstrationen. Warum eigentlich nicht?

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