Ende

die Tage fühlten sich immer länger an

der Raum veränderte sich immer mehr

die Nächte wurden kürzer

während die Sonne sich weniger zeigte

meine Ahnung war ein dumpfes Klopfen

doch du warst schon angekündigt

also drapierte ich meine Heimstatt

damit dein Empfang groß würde

ich sah das Bett

ich sah uns darin

ich erwartete deine Worte

deine Hände, deinen Blick

doch je näher jener Tag kam

während sich die Stunden durch die Nacht rollten

als in der Stadt nur noch die Lichter brannten

stand ich in diese Raum, den ich dir zu Füßen legen wollte

da spürte ich deine Abwesenheit

deinen Abschied, den du in einem Wort gesagt hattest

als ich dieses eine Wort vor mir sah

wusste ich, dass du niemals erscheinen würdest

denn so war es immer gewesen,

wenn mein Wesen sich nach einem Traum hinstreckte

und schon Wirklichkeit schien

dass er verschwand

für immer

im Schweigen der Welt

in den Gesichtern der Straßen

die ohne die Wärme der Sonne sind.

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Ein Gedanke zu “Ende

  1. Fragen, Traeume und das Unerforschte
    sind das Wichtigste im Leben.
    Nicht die Antworten und Klarheiten.

    Und die Suche nach Antworten?

    Ich weiss es nicht, aber auf jeden Fall bin ich mir sicher,
    dass es ohne Fragen oder Geheimnisse des Lebens
    keine Traeume geben kann.
    Wir muessen nicht alles verstehen.

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